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Herren Aktiv 1. Liga 3. Runde

Matchbericht 3. Runde, 26. Mai.2018: Seedorf - TC Malters
«Meeeeer send mettem Tellbus do!». 

26. Mai 2018, 1. Liga, Gruppe 27, Runde 3. Bereits vorweg, es sollte ein denkwürdiger Tag in der Interclub-Geschichte dieses legendären Teams werden. Nach zwei 7:2 Siegen in den ersten Gruppenspielen stand bereits fest – Aufstiegsspiele, wir kommen. Damit war das Sekundärziel des Klassenerhalts bereits geschafft. Mit einem 6:3-Sieg wären wir gar Gruppenerster! Das gabs in der 1. Liga noch nie. Unser Primärziel? Keinesfalls!

Seedorf, eine kleine Gemeinde im Kanton Uri mit knapp 1’800 Einwohnern war zu Gast in Malters… Richtig gelesen. Auch in Seedorf wurden wir tatkräftig unterstützt. Freunde, Partnerinnen, Familie, Bekannte. Unsere Fans machen jede Auswärtspartie, egal wo, egal wann, zu einem gefühlten Heimspiel. Danke dafür, ihr seid spitze!

Samstagmorgen, 12.00 Uhr – Treffpunkt Bahnhof Luzern. Die letzten Sandwiches wurden erworben und schon gings los. Nicht zufällig lautet der Titel so wie er lautet. Tellbus, wir kommen. Eine Stunde dauerte die Fahrt von Luzern nach Altdorf. Buswechsel und weiter nach Seedorf. Ja, unsere Gegner erhielten die Info unserer ö.V.-Anreise schon vorweg. Das hiess für sie, dass der Biervorrat aufgestockt werden musste. Gesagt, getan, danke TC Seedorf!

Der Start verzögerte sich, die vorgängige NLC-Partie ging länger als geplant. Für uns kein Problem – die Stimmung war locker, Nervosität nicht zu spüren. Schliesslich wussten wir, das wird, unabhängig vom Resultat, ein guter Tag.
Dann gings los, Start für Silvan, Urs und Claudio. Alle drei kämpften hart, teils mit den guten Gegnern, teils mit sich selber. Claudio erlebte ein auf und ab, verlor den ersten, kämpfte sich als grandioser Wettkämpfer zurück im zweiten Satz, verlor aber den dritten wieder knapp. Claudio, wir sind stolz auf dein Kämpferherz!
Urs konnte in den ersten Partien noch nicht jene Fähigkeiten abrufen, welche in ihm stecken. Das wollte er ändern und er schaffte es vor allem im ersten Satz, 6:4! Leider stagnierte er in Satz zwei und drei, baute vielleicht sogar etwas ab, verlor an Vertrauen, während sein Gegner immer stärker wurde. Urs, die Richtung stimmt, wir glauben an dich und wissen, was in dir steckt. Und auch wenn es beim nächsten Spiel nicht klappen sollte, dann ist das uns egal!
Silvan «the Ace» Kunz musste ebenfalls beissen. Er spielte unglaubliche Punkte, serviert seinen Gegner teils an die Wand, begeht aber auch unerzwungene Fehler. Sein Gegner blieb hartnäckig und siegte. Sile denk daran, die einhändige Rückhand als Passierball funktioniert nur bei mir.
Phu, nun wurde es schwer, 0:3 nach drei Partien. Naja, so kann’s laufen – der Gegner war stark. Weiter ging es mit Dominik, Rafa und mir (Gianni). Dominik, der Einzige, der mit kurzen Hosen und weissen Socken Einlass ins Schwarze Schaf erhält, legte los wie die Feuerwehr. 6:0, Boom! Der erste Punkt für Malters auf sicher? Ganz so einfach wurde es auf für ihn nicht. Knapp wurde es im zweiten Satz, er musste sich zurückkämpfen, schaffte es ins Tiebreak und siegte – auch in diesem nach einem 6:2 Rückstand – mit 8:6. Bravo Dom, super gekämpft und erster Punkt für Malters! Allez!
Rafa erlebte im ersten Satz up’s and down’s, kämpfte sich ins Tiebreak, verlor dieses leider knapp. Der zweite Satz verlief nicht wunschgemäss, 2:6 die Konsequenz. Schade, aber Kopf hoch – die nächste Chance folgt bald!
Center-Court, meine Runde. Der zweitbeste Urner auf der einen Seite, auf der anderen der Einzige, der beide Imfeld-Brüder in einem Turnier schlagen konnte. Sorry Guys, aber das erwähne ich nicht zum letzten Mal. Der Gegner war nervös, fand nicht ins Spiel. Ich spielte ruhig und geduldig, fühlte mich wohl, genoss die Atmosphäre und siegte im ersten Satz mit 6:2. Plötzlich wendete sich das Blatt. Satz zwei gehörte nur meinem Gegner, er spielte gross auf, servierte fast fehlerfrei, ich baute – nach meinem Befinden – nur ein wenig ab. Das reichte aber, 0:6 lautete das klare Verdikt. Es folgte der Entscheidungssatz. Die Zuschauer auf beiden Seiten machten Stimmung, wie ich es noch nie erlebt hatte. Es wurde applaudiert, mitgezittert, mitgefiebert, gelacht. Bei jedem Seitenwechsel folgten Zurufe – da ist die US Open nichts dagegen. Das Spiel stand auf Messers Schneide, Breakchancen Mangelware. Bis zum 4:5 und eigenem Service. Noch konnte der erste Matchball abgewehrt werden, der zweite leider nicht. Spiel vorbei. Enttäuschung? Klar, aber die hielt sich in Grenzen. Die grössere Enttäuschung war, dass das Spiel vorbei war. Dieses bleibt für mich dank einer unglaublichen Atmosphäre einzigartig. Vielen Dank dafür!

Die Doppel sind schnell erzählt, hier glänzt der TC Malters erneut – alle drei Punkte für uns und damit Schlussresultat 4:5.

Nach den Spielen wurden die ersten Biere verteilt, unsere traditionellen Lieder gesungen und gefeiert. Nicht die Niederlage, nicht die Aufstiegsrunde – ok, vielleicht ein bisschen. Aber vielmehr, dass unser Team einen sensationellen Zusammenhalt geniesst – es ist toll, ein Teil davon zu sein. Auch die nicht spezifisch erwähnten Teamkameraden «Leftie» Nicolas, «Big feet» Dani und «Mr. Financial Times» Christian machen das Team zu dem, was es ist.

Mit den Fans noch ein wenig geplaudert und dann gings unter die Dusche. Chic machen, Tasche packen und den Eltern und Bekannten mitgeben – der Abend war ja noch jung. Wir genossen während dem Champions League Finale Speis und Trank mit sympathischen, gastfreundlichen Gegnern und einem von unseren Gesangskünsten begeisterten Grilleur.

Die über 200 Franken teure Taxifahrt von Seedorf nach Luzern war ebenso lustig, aber leider nicht mehr ganz so rhythmisch wie einzelne Aufnahmen am Tag darauf belegten. Im Taxi klang das noch anders, warum auch immer… Luzern wurde unsicher gemacht und alle machten mit. Der gelungene Abschluss eines denkwürdigen Tages.

Unser Primärziel diese Saison? Spass und Freude. Spätestens jetzt können wir sagen, Ziel erreicht!

Jungs, danke för alles!

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